Das Wichtigste in Kürze
- Finanzmarktdaten geben für jedes Gebiet an, wie viel Geld private Haushalte in einzelnen Finanzprodukten halten oder dafür ausgeben, in Euro.
- Grundlage sind Bankenstatistik, Versicherungsstatistik und amtliche Einkommensdaten, die Anbieter auf kleine Gebiete umrechnen.
- Typische Nutzer sind Banken, Sparkassen, Bausparkassen, Versicherungen und Maklerbetriebe für Filialnetz, Vertrieb und Marktanteil.
Wie viel Geld liegt in einem Gebiet auf Sparkonten, wie viele Hypotheken sind offen, wie viel geben die Haushalte für Versicherungen aus? Finanzmarktdaten beantworten diese Fragen je Region in Euro. Sie sind die Grundlage, um Filialnetze, Beratungskapazität und Vertriebsziele in der Finanzbranche am tatsächlichen Marktpotenzial auszurichten.
Was Finanzmarktdaten umfassen
Finanzmarktdaten umfassen die geschätzten Bestände und Beiträge privater Haushalte, gegliedert nach Produktgruppen:
| Gruppe | Typische Merkmale |
|---|---|
| Einlagen | Sicht- und Termineinlagen, Spareinlagen und Sparbriefe, Einlagen insgesamt |
| Wertpapiere | Aktien, Investmentfonds, Schuldverschreibungen, Wertpapiere insgesamt (Kurswert) |
| Kredite | Konsumentenkredite, Hypothekendarlehen, Ausleihungen insgesamt |
| Bausparen | Bausparguthaben, Bausparsumme, Spargeldeingänge |
| Versicherungen | Lebens- und Kapitalversicherung, private Krankenversicherung, Kraftfahrtversicherung, Schaden- und Unfallversicherung, Versicherungen insgesamt |
Alle Werte stehen in Euro je Gebiet, oft zusätzlich je Haushalt oder als Index zum Bundesdurchschnitt. Der Index zeigt auf einen Blick, wo die Finanzkraft über oder unter dem Schnitt liegt.
Woher die Daten stammen
Finanzmarktdaten stammen nicht aus einer Zählung je Gemeinde, sondern aus einer Regionalisierung. Ausgangspunkt sind bundesweite und regionale Eckwerte aus der Banken- und Versicherungsstatistik sowie amtliche Daten zu Einkommen, Steuern und Haushalten. Die Anbieter verteilen diese Eckwerte mit statistischen Modellen auf Kreise, Gemeinden und PLZ-Gebiete.
Das hat zwei Folgen. Erstens unterscheiden sich die Werte verschiedener Anbieter, weil die Modelle unterschiedlich sind. Zweitens sind Vergleiche zwischen Gebieten belastbarer als einzelne Absolutwerte. Wir erklären vor dem Kauf, welches Modell hinter einem Datensatz steht und wie er zu Ihrer Frage passt.
So setzen Banken und Versicherer Finanzmarktdaten ein
Banken und Versicherer setzen Finanzmarktdaten ein, um Ressourcen dorthin zu lenken, wo das Volumen liegt:
- Marktanteile berechnen: Das eigene Volumen je Gebiet geteilt durch das Marktvolumen zeigt Stärken und Lücken im Geschäftsgebiet.
- Filialnetz bewerten: Welche Geschäftsstelle hat in ihrem Einzugsgebiet genug Potenzial, wo lohnt sich ein Beratungszentrum? Methodisch ist das eine Filialnetzanalyse.
- Vertriebsziele planen: Ziele je Region oder Beratungsteam werden realistischer, wenn sie am Potenzial statt am Vorjahr ansetzen, siehe Gebietsplanung.
- Kampagnen steuern: Bausparen, Baufinanzierung oder Altersvorsorge werden dort beworben, wo die Affinität hoch ist, zusammen mit Zielgruppendaten.
- Maklerbetriebe und Vertriebe wählen Regionen für neue Agenturen nach Versicherungspotenzial und Kaufkraft.
Mehr zu den typischen Fragen der Branche steht auf der Seite Banken und Versicherungen.
Verfügbarkeit und Gebietsebenen
Finanzmarktdaten sind für Deutschland flächendeckend verfügbar, je nach Anbieter für Kreise, Gemeinden, Postleitzahlgebiete und teils kleinere Ebenen. Für Österreich und die Schweiz ist das Angebot kleiner; wir prüfen es auf Anfrage. Geliefert wird als Tabelle mit Gebietsschlüssel, auf Wunsch mit den passenden Gebietsgrenzen für Ihr GIS oder Ihre BI-Lösung.
Finanzmarktdaten anfragen
Nennen Sie uns die Produktgruppen, Ihr Geschäftsgebiet und die Gebietsebene. Wir vergleichen die Anbieter und schlagen das passende Paket vor. Nutzen Sie das Formular unten auf dieser Seite oder rufen Sie an.
Zuletzt geprüft: · Benjamin Beloch, p17 GmbH
