Rasterdaten sind im Geomarketing die Antwort auf ein bekanntes Problem: Administrative und postalische Gebiete sind unterschiedlich groß, ändern sich über die Zeit und lassen sich deshalb nur eingeschränkt vergleichen. Rasterzellen dagegen teilen die Fläche in einheitliche, dauerhaft stabile Quadrate. Jede Zelle kann mit Sachdaten wie Einwohnern, Haushalten oder Kaufkraft belegt werden – und liefert so eine feinräumige, mikrogeografische Sicht auf Märkte, die weit unterhalb der Gemeindeebene liegt.
Typische Merkmale von Rasterdaten
- Einheitliche Zellgröße: Alle Zellen einer Ebene sind gleich groß und damit direkt vergleichbar
- Abgestufte Ebenen: Gängige Gitter reichen vom 1-km- über das 500-m- und 250-m- bis zum 100 × 100-m-Grid – der feinsten flächendeckenden Standardebene für Detailanalysen
- Stabilität: Rasterzellen sind von Gebietsreformen und PLZ-Änderungen unabhängig – ideal für Zeitreihen
- Einheitliche Gitternetze: Standardisierte, INSPIRE-konforme Raster (wie sie auch die amtliche Statistik beim Zensus nutzt) ermöglichen länderübergreifende Auswertungen in Europa
- Verknüpfbarkeit: Marktdaten, eigene Kundendaten und Standorte lassen sich eindeutig einer Zelle zuordnen
Als Faustregel zur Zellgröße: Das 1-km-Raster eignet sich für regionale Übersichten, das 100 × 100-m-Grid für Mikrolagen in Städten – etwa um Nachfrage, Wettbewerb und Erreichbarkeit rund um einen Standort hausblockgenau zu bewerten.
So setzen Unternehmen Rasterdaten im Geomarketing ein
Expansionsteams bewerten Mikrolagen rund um potenzielle Standorte und vergleichen Einzugsgebiete Zelle für Zelle – ein typischer Baustein der Standortanalyse. Marketing und Vertrieb verorten Nachfrage feinräumig, indem sie Daten zu Einwohnern und Haushalten je Rasterzelle auswerten. Energieversorger und Stadtwerke planen Netze und Angebote mit Energiedaten auf Rasterebene, etwa zu Wärmebedarf oder Solarpotenzial. Und international tätige Unternehmen nutzen einheitliche Raster, um Märkte über Ländergrenzen hinweg mit derselben Methodik zu analysieren.
Ein weiterer Vorteil: Weil die Zellen dauerhaft gleich bleiben, lassen sich Marktveränderungen über Jahre hinweg sauber messen – ohne dass Gebietsreformen die Zeitreihe verzerren. Auch eigene Kundendaten profitieren davon: Einmal geokodiert, lassen sich Kunden, Interessenten und Wettbewerber jeder Rasterzelle zuordnen. So entstehen belastbare Karten zu Marktdurchdringung und unbearbeiteten Gebieten, aus denen sich konkrete Vertriebs- und Marketingmaßnahmen ableiten lassen.
Verfügbarkeit & Gebietsebenen
Rasterdaten stehen für Deutschland, Österreich und die Schweiz flächendeckend zur Verfügung, auf Wunsch in mehreren aufeinander aufbauenden Zellgrößen. Über einheitliche europäische Gitternetze sind auch länderübergreifende Analysen möglich; für viele weitere Länder vermitteln wir vergleichbare Grid-Produkte. Rasterzellen ersetzen die klassischen Ebenen dabei nicht, sondern ergänzen sie: Häufig kombinieren unsere Kunden Raster mit PLZ-Gebieten für den Vertrieb und administrativen Gebietsgrenzen für das Reporting. Wo statt geometrischer Zellen siedlungsorientierte Einheiten gefragt sind, bieten sich MikroPLZ und PLZ8 an; branchenspezifische Gebietswelten finden Sie unter Spezialgebieten. Wir stellen Ihnen das passende Paket zusammen – inklusive der Sachdaten, die Sie für Ihre Fragestellung benötigen.
Rasterdaten anfragen
Sie möchten Rasterdaten für Ihr Geomarketing-Projekt einsetzen oder prüfen, welche Zellgröße für Ihre Analyse sinnvoll ist? Sprechen Sie uns an: Wir beraten Sie unabhängig, empfehlen die passende Datenquelle und erstellen ein unverbindliches Angebot. Nutzen Sie einfach das Formular am Ende dieser Seite.