Das Wichtigste in Kürze
- Breitbanddaten zeigen, welcher Anteil der Haushalte und Unternehmen eines Gebiets welche Bandbreite mit welcher Technologie erreichen kann.
- Unterschieden werden FTTH, FTTB, FTTC (VDSL), Kabel (HFC) und weitere Festnetztechnologien, dazu die Mobilfunkversorgung nach Generation.
- Die Daten gibt es von der Gemeinde bis zur Adresse; feine Ebenen eignen sich für Ausbauplanung und Vertrieb an der Haustür.
Ein schneller Internetanschluss ist für Haushalte und Unternehmen so wichtig wie Strom und Wasser. Die Versorgung ist aber ungleich verteilt: Neben Straßen mit Glasfaser bis in die Wohnung liegen Gebiete, in denen nur ein langsamer DSL-Anschluss möglich ist. Breitbanddaten machen diese Unterschiede kleinräumig sichtbar.
Was Breitbanddaten umfassen
Breitbanddaten umfassen die Versorgung im Festnetz und im Mobilfunk. Typische Merkmale sind:
- Festnetz für Haushalte: Anteil der Haushalte mit Zugang zu einer Bandbreite, zum Beispiel mindestens 100, 250 oder 1.000 Mbit/s, getrennt nach Technologie
- Festnetz für Unternehmen: dieselben Werte für Betriebe, wichtig für Gewerbegebiete und den B2B-Vertrieb
- Mobilfunk: Versorgung nach Generation (4G, 5G) und Zahl der Anbieter je Gebiet
- Fördergebiete: Gebiete in geförderten Ausbauprojekten mit Status, Technologie und Zahl der Anschlüsse
- Gebäudebezug: Zahl der Haushalte und Unternehmen je Gebäude, damit aus Prozentwerten Anschlusszahlen werden
Technologien im Überblick
Die Technologie bestimmt, welche Bandbreite heute und künftig möglich ist:
| Technologie | Glasfaser endet … | Typische Bandbreite |
|---|---|---|
| FTTH | in der Wohnung | bis in den Gigabitbereich und darüber |
| FTTB | im Gebäude | Gigabit möglich, abhängig von der Hausverkabelung |
| HFC (Kabel) | im Kabelnetz, danach Koaxialkabel | Gigabit möglich, geteilt im Segment |
| FTTC (VDSL) | am Verteilerkasten, danach Kupfer | meist bis 100 oder 250 Mbit/s |
| Sonstige | Funk, Satellit, ADSL | meist unter 100 Mbit/s |
Für Ausbau und Vertrieb ist deshalb nicht nur die heutige Bandbreite wichtig, sondern auch, welche Technologie anliegt. Ein Gebiet mit gutem VDSL kann für einen Glasfaseranbieter trotzdem attraktiv sein.
So setzen Unternehmen Breitbanddaten ein
Unternehmen und Kommunen setzen Breitbanddaten für Ausbau, Vertrieb und Standortwahl ein:
- Netzausbau planen: Netzbetreiber und Energieversorger suchen Gebiete mit vielen Haushalten und schlechter Versorgung und schätzen die Zahl möglicher Anschlüsse.
- Vorvermarktung steuern: Vertriebsteams gehen gezielt in Straßen, in denen der Ausbau geplant ist oder die Versorgung schwach ist. Die passenden Gebäude und Haushalte liefern Straßendaten und Hauskoordinaten.
- Förderung beantragen: Kommunen und Landkreise belegen unterversorgte Gebiete für Förderprogramme.
- Standorte bewerten: Unternehmen prüfen vor einer Ansiedlung, ob Gewerbegebiete ausreichend angebunden sind, siehe Standortanalyse.
- Immobilien bewerten: Die Versorgung ist ein Lagemerkmal, das Mietende und Kaufende zunehmend nachfragen, siehe Immobilienmarktdaten.
Zusammen mit Einwohner- und Haushaltsdaten, Kaufkraft und Bauen und Wohnen wird aus der Versorgungskarte ein Vermarktungspotenzial: Wie viele Haushalte, in welchen Gebäuden, mit welchem Budget?
Verfügbarkeit und Gebietsebenen
Breitbanddaten sind für Deutschland flächendeckend verfügbar, von Kreisen und Gemeinden über Ortsteile und Rasterzellen bis zu Gebäuden und Adressen. Welche Ebene passt, zeigt der Überblick Gebietsebenen vom Land bis zur Hauskoordinate. Die Daten werden mehrmals im Jahr aktualisiert, weil sich die Versorgung durch den Ausbau schnell ändert. Wir liefern sie als Tabelle mit Gebietsschlüssel oder Koordinate, auf Wunsch mit passender Geometrie.
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Zuletzt geprüft: · Benjamin Beloch, p17 GmbH
